Fritz-Reuter-Literaturmuseum
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Wir trauern um unseren Kollegen

Thomas Zahn.

9. August 1952 - 31. Dezember 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Er war uns ein liebenswerter und liebenswürdiger Mitstreiter voller Kreativität und Engagement, voller Lebenslust und Humor.

Immer an den Angelegenheiten seiner Wahl-Heimatstadt Stavenhagen interessiert, war er viele Jahre lang ihr unermüdlicher kluger Chronist und redigierte seit dem Beginn des Erscheinens über 20 Jahre lang das Amtsblatt der Stadt. Wohl alle Einwohner der Stadt kannten und schätzten ihn. Auch ehrenamtlich engagierte Thomas Zahn sich für die Stadt, u.a. im Arbeitskreis Partnerstädte.

Seinen musischen und historischen Ambitionen folgend, übernahm er im Fritz-Reuter-Literaturmuseum, dem er seit 1992 angehörte, die Organisation der Sonderausstellungen. Dass der Maler Ernst Lübbert als ein bedeutender Sohn der Stadt eine entsprechende Würdigung erfuhr, ist Thomas Zahn zu verdanken. Mehrere Publikationen zeugen von Thomas Zahns Bemühen um die Stadt, deren Geschichte und - gerade in jüngster Zeit - die künstlerischen Darstellungen von Stavenhagen.

Thomas Zahn wurde aufgrund seiner Kollegialität und seiner Freundlichkeit geachtet und verehrt. Mit wieviel menschlicher Wärme er seinen Mitmenschen entgegenkam, wir werden es nicht vergessen.

Wir werden seinem Andenken Ehre erweisen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hartlich willkamen in't
 

Fritz-Reuter-Literaturmuseum in

 Stemhagen

Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern 2011 (gemeinsam mit der Fritz Reuter Gesellschaft e.V.)

Das alte Rathaus ist heute das Reuter-Museum, eines der schönsten Literaturmuseen in Deutschland…“ (FAZ 12.5.2009)

... die Straßen sind aufs beste gepflastert, und von den Toren der Stadt aus gehen direkte Chausseen nach Hamburg, Paris, Berlin und Sankt Petersburg...
Na also: im Mittelpunkt der Welt sah Fritz Reuter seine
Vaterstadt Stavenhagen, und im Mittelpunkt von Stavenhagen liegt das Museum.



 


 

Ihre Popularität verdankt die Stadt Stavenhagen ohne Zweifel ihrem berühmten Sohn Fritz Reuter, dem bedeutendsten Schriftsteller niederdeutscher Sprache, der hier im Jahr 1810 geboren wurde.
Stavenhagen hat eine Reuterstraße, einen Reuterplatz, eine Reuterschule, Reuter-Apotheke ... und das Fritz-Reuter-Literaturmuseum, das Haus Nummer 1 auf dem Marktplatz.

Ehemals Stavenhagens Rathaus, in dem der Vater Reuter fast 40 Jahre lang als Bürgermeister arbeitete und lebte, wurde das Museum 1949 gegründet, schrittweise Erweiterungen gab es 1954 und 1960.

Heute bewahrt das Museum eine umfangreiche Sammlung von Reuters Handschriften, Dokumenten und Sachzeugen seiner Zeit und eine Fachbibliothek mit einem Bestand von etwa 15000 Bänden.

Im Jahr 2001 wurde das gesamte Haus saniert, die Räume wurden neu gestaltet und viele technische Details verändert.
Die ebenfalls im Jahr 2001 völlig erneuerte ständige Ausstellung dokumentiert anschaulich und eindringlich Höhen und Tiefen im Leben und im Schaffen des großen Mecklenburgers.
Handschriften, Gemälde von Reuters Hand, Zeitdokumente und Gegenstände aus Reuters Besitz sind in einer modernen literarischen Ausstellung zu betrachten.
Aus den vielen - zum Teil historischen - Tondokumenten kann der Besucher auswählen, außerdem stehen fünf Stationen für Kinder - "för mi" - und ein Filmkabinett mit vielen Reuter-Verfilmungen zur Verfügung.
Ein Außenlift, auch für Rollstuhlfahrer, führt in die zweite, die Haupt-Etage.
Reuter-Freunde aus nah und fern sind gern zu Gast in dem schönen Haus, tauchen ein in die Atmosphäre norddeutschen Lebens im 19. Jahrhundert, lassen sich in Führungen, Vorträgen und Lesungen mit der mecklenburgischen Mentalität und der niederdeutschen Literatur vertraut machen und mit einer Sprache, die durch Fritz Reuter Aufmerksamkeit und Wertschätzung über die deutschen Grenzen hinaus errang.

Jährlich zum Geburtstag des Dichters am 7. November wird in Stavenhagen der Fritz-Reuter-Literaturpreis verliehen.

 



Männigmal ok in plattdütsch, plattdeutsch, nedderdütsch, niederdeutsch finnen Sei up uns' Sied "Aktuelles" dat Allerniegste, wat grad bi uns passiert is un passieren sall, nu grad de Tauwass in de Sammlung: 36 (sössundörtig, Lüd!) Breiw von Fritz Reuter an Fritz Peters, dat niege Johresprogramm un de Chefwessel. 


"Ick weit einen Eikbom" schrieb Fritz Reuter und meinte damit die niederdeutsche Sprache, die "von Pommern bet Nedderland" reicht. In der Vertonung von Wilhelm Bade ist dieses Lied volkstümlich geworden.

Wenn Sie einmal reinhören wollen...



Der Maler und Illustrator Ernst Lübbert (1879 - 1915), der seine Schulzeit in Stavenhagen verlebte, ist seit längerer Zeit ein weiteres Thema des Museums. Ab 2005 gibt es im Haus 2 eine Ständige Ausstellung

"Ernst Lübbert- Leben und Werk".





Die Dauerausstellung "Franzosenzeit in Mecklenburg 1806 - 1813" -
Waffen, historische Ereignisse, Alltagsleben, literarische und künstlerische Rezeption, eine weitere thematische und räumliche Erweiterung des Fritz-Reuter-Literaturmuseums. Das Schlossgewölbe, ein literarischer Ort von Reuters "Franzosentid" und ein historischer Ort der Franzosenzeit, beherbergt diese Exposition, die von der Besetzung Mecklenburgs durch die Napoleonischen Truppen erzählt.


 

 

 

 

Mit einem Bürgerarbeitsplatz wird die Öffnung der Franzosenzeit-Ausstellung gewährleistet. Zu den Öffnungszeiten.


Seit Anfang des Jahres 2006 befindet sich auch die Stadtinformation auf dem Museumsgelände.
Mehr dazu auf der Seite "Touristinformation".


Ob Führung durch die Ausstellungen oder Lesung aus niederdeutscher Dichtung oder Sonderveranstaltungen unterschiedlichster Genres, für viele Besucher wird etwas dabei sein, doch – und hier lassen wir den Meister selbst sprechen –:

Wenn einer kümmt un tau mi seggt:
"Ick mak dat allen Minschen recht!"
Denn segg ick: "Leiwe Fründ, mit Gunst,
O, liehr’n S’ mi doch des’ swere Kunst!"

Das Fritz-Reuter-Literaturmuseum ist Mitglied im Museumsverband in Mecklenburg-Vorpommern und in der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften. Wir arbeiten zusammen mit der Fritz Reuter Gesellschaft e. V.

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