Fritz-Reuter-Literaturmuseum
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Wat bi uns schrewen ward un wo

kikut - eine plattdeutsche Zeitschrift in Mecklenburg-Vorpommern 

 

 

Aus dem Roman „Ut mine Stromtid“ von Fritz Reuter stammt das Zitat „...jede Barg was em en kikut“, von dem aus Fritz Trittelfitz seine angebetete Lowise beobachtete.

Nach den Intentionen des „Neubrandenburger Bezirksarbeitskreises  "Niederdeutsche Sprache und Literatur’“  im Jahr 1976 sollte nun ein „kikut“ für die plattdeutsche Literatur entstehen. 

Das Angebot plattdeutscher Texte hatte sich vorher vornehmlich auf den „Norddeutschen Leuchtturm“, die Wochenendbeilage der „Norddeutschen Zeitung“, und wenige andere Veröffentlichungen beschränkt. Doch die Hinwendung zum Plattdeutschen Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre war unübersehbar.

Der erste „kikut“ erschien noch in jenem Jahr und war mit seinen 16 Seiten nicht mehr als ein Anfang, aber immerhin. Ein Redaktionskollegium aus Stavenhagen, Neubrandenburg und Rostock kümmerte sich fortan um einen zwischen aktuellen plattdeutschen Texten und Sachartikeln möglichst ausgewogenen Inhalt der Hefte. Autoren wie Erna Taege-Röhnisch, Hartmut Boek, Heinz Pantzier u.v.a. gaben ihre neuen Texte gern in diese sorgfältig gemachte Jahresschrift. Populärwissenschaftliche Arbeiten kamen u.a. von Jürgern Borchert, Jürgen Grambow, Arnold Hückstädt und Hartmut Brun. Die Gestaltung lag von Anfang an in den Händen von Werner Schinko.

Als alljährlich zu überwindende Hürden erwiesen sich die sogenannten „Druckgenehmigungen“, die vom Rat des Bezirkes Neubrandenburg einzuholen waren, um daraufhin das notwendige Papierkontingent von der Druckerei zu erhalten.

Der „kikut“ wird im Fritz-Reuter-Literaturmuseum weitergeführt.  Die Tradition der Zeitschrift sollte aufrecht erhalten werden und als regelmäßige jährliche  Museumspublikation Platz für Mitteilungen, Forschungsergebnisse oder Neuerwerbungen bieten.

Der Untertitel ist: „Plattdütsch gistern un hüt. Nahrichten ut de Reuterstadt“.

Die Schwierigkeiten liegen nun auf dem Gebiet der Geldeinsparung und in der Zeit, die für die Redaktion neben der Museumsarbeit aufgewendet werden muss.  

Das Budget, das die Stadt Stavenhagen dem Fritz-Reuter-Literaturmuseum zur Verfügung stellt, weist jährlich auch eine - kleine, aber doch! - Position „Produktionskosten kikut“ aus. So dürfen wir davon ausgehen, dass ein Ende bisher nicht abzusehen ist.

 

In den letzten Jahren erschienenen "kikut":

kikut 24: Rosemarie Ehm-Schulz:

Volkskünstlerische Erkundungen in der niederdeutschen Literatur. Hartwig Suhrbier: Nirgends notiert: Noch eine Auflage der Seelmannschen Reuter-Ausgabe. Cornelia Nenz: "...dieweilen ich in musicis barbarus sum", Fritz Reuter und die Musik. Arnold Hückstädt: Das Wirken des Bürgermeisters Reuter in Stavenhagen. Eldon L. Knuth: Wer war Jürn-Jakob Swehn? Gerda Strehlow: 2003 - 25 Jahre Volkskulturinstitut. Niederdeutsche Texte.

kikut 25:

"...und überhaupt ist Stavenhagen mehr als es scheint ..." Die Briefe des Stavenhagener Amtshauptmanns Weber an seinen Sohn. Neues aus der Reuterforschung. Niederdeutsche Texte.

 kikut 26:

Niederdeutsche Texte. Auswahlbibliografie Dr. Arnod Hückstädt, Ausgewählte Artikel von Arnold Hückstädt 

kikut 27:

Niederdeutsche Texte von Autoren aus Mecklenburg-Vorpommern und Dr. Martin H. Schmidt: Fritz Reuter in Erz und Stein - Die vier Bronzedenkmale in Chicago, Neubrandenburg, Stavenhagen und Rostock.

kikut 28:

A. O. Zambrano: Fritz Reuters erzählende Dichtung als historische Quelle. Klaus-Dieter Hoppe: Fritz Reuters Werke im Hinstorff-Verlag 1859 bis 1912. Niederdeutsche Texte.

kikut 29:

Renat Drefahl, Peter Düsterdieck, Arnold Hückstädt, Wolfgang Siegmund: Bibliografie der Sekundärliteratur zu Fritz Reuter - Leben, Werk und Wirkung.

kikut 30:

Thomas Zahn: Ernst Lübbert Werkverzeichnis. Wolf Karge: Reuter-Museum oder Staatsarchiv - Bauwünsche in Schwerin im Jahre 1906 oder_ Die Tragik des Karl Theodor Gaedertz. Hartwig Suhrbier: Kinder-Comics nach "Läuschen un Rimels" - Wie Frösi Fritz reuters Schwänke nacherzählte. Erstmals vollständig bibliografiert.

kikut 31

„Mit tausend Fäden der Erinnerung an das kleine Heimwesen geknüpft …“

Festschrift des Fritz-Reuter-Literaturmuseums zum Reuterjahr. Unbekannte alte Ansichten der Reuter-Verehrung und von Stavenhagen

 

 

 

 

Immer dabei: Apporten von't verledene Johr. Utkik up dat nächste Johr in't Fritz-Reuter-Literaturmuseum.

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