Förderverein Reuter-Museen e.V.
Aktuelles
Die Mitgliederversammlung des Fördervereins Reuter-Museen findet - wie gewohnt - wieder im Rahmen der Jahrestagung der Fritz Reuter Gesellschaft statt. (Tagung am 13. 4. 2012 um 14.00 Uhr im Parkhotel Neubrandenburg) Tagesordnung: 1. Begrüßung 2. Genehmigung des Protokolls über die Mitgliederversammlung vom 15. 04.2011, das den Mitgliedern im August v.J. zuging 3. Tätigkeitsbericht des Vorstands 4. Jahresrechnung 2011 5. Bericht des Kassenprüfers 6. Genehmigung der Jahresrechnung 2011, Entlastung des Vorstands 7. Wahl des Vorstands 8. Wahl des Rechnungsprüfers 9. Berichte aus den Museen 10. Verschiedenes |
Fünf Museen bewahren und pflegen das Erbe Fritz Reuters 
Der Förderverein stellt sich vor
Der Förderverein wurde am 16. März 1991 auf Initiative der Fritz Reuter Gesellschaft gegründet.
Er hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Reuter-Museen zu unterstützen bei
- der Erhaltung und Vermehrung der Museumsbestände
- Ausstellungen und Veranstaltungen
- der Herausgabe von Veröffentlichungen
- wissenschaftlichen Arbeit
Der Verein hat den Museen mehrfach den Erwerb neuer Sammlungsgegenstände ermöglicht. So hat er Anschaffung und Restaurierung des Aquarells von J. Bahr „Reuter am Stammtisch“ sowie den Erwerb von Handschriften und anderemMuseumsgut mitfinanziert. Mehrfach wurden Veröffentlichungen aus den Museen gefördert. Bei der Erneuerung der Museen in Eisenach, Neubrandenburg und Stavenhagen hat er sich an der Ausstattung beteiligt. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Reuter-Wagner-Museums Eisenach veranstaltete der Verein eine wissenschaftliche Tagung über Reuters Eisenacher Zeit.
In
Stavenhagen ermöglichte er die Anlage des Rad- und Autowanderwegs „Natur und
Literatur auf den Spuren von Fritz Reuter“ mit einem Begleitheft und sorgt für
die Erhaltung der Erläuterungstafeln an diesem Weg. Der Verein fördert die
ehrenamtliche Tätigkeit in den Museen. Alljährlich wirken Vereinsmitglieder in
Stavenhagen bei der Gestaltung der Museumshoffete mit und organisieren eine
Radtour auf den Spuren von Fritz Reuter. Anlässlich des 200. Geburtstages Fritz
Reuters im Jahr 2010 wird ein besonderes Engagement des Fördervereins zur
Unterstützung der Aktivitäten gefordert sein. Zu allem braucht der Förderverein
Ideen und Geld von seinen Mitgliedern. Wenngleich die Museen bisher beachtliche
Bundes- und Landeszuschüsse erhielten und künftig wohl auch erhalten werden,
ist doch für ihre Arbeit, insbesondere bei Neuerwerbungen, Sonderausstellungen,
Tagungen, Veröffentlichungen die Unterstützung durch Freunde und Förderer sehr
hilfreich.
Der Förderverein ist deshalb daran interessiert, weitere Mitglieder zu gewinnen. Die Mitglieder werden regelmäßig über die Arbeit des Vereins unterrichtet. Sie treffen sich jährlich einmal zur Mitgliederversammlung, die in Verbindung mit den Reuter-Tagen der Fritz Reuter Gesellschaft e. V. an wechselnden Orten stattfindet. Stets sind die Mitglieder nach ihrer kritischen Meinung über die Museumsarbeit gefragt. In allen Reuter-Museen haben sie freien Zutritt.
Der Mitgliedsbeitrag beträgt 15 Euro im Jahr. Spenden und Mitgliedsbeiträge werden steuerlich anerkannt. Beitrittserklärungen nehmen der Vorstand und alle Reuter-Museen gern entgegen. Ein Beitrittsformular findet sich in einem Faltblatt, das in Kürze in den Reuter-Museen erhältlich ist.
Die Museen
Museum Festung Dömitz - Fritz Reuter Gedenkhalle

Zur Erinnerung an Fritz Reuters „Festungstid" wurde 1958 im Turm des ehemaligen Kommandantenhauses, in der Festungs-kapelle, eine Gedenkstätte eingerichtet. Gezeigt wird eine Ausstellung mit Bild- und Schrifttafeln über Reuters Studenten-zeit in Jena, seine Tätigkeit in der Burschenschaft, den Hoch-verratsprozess und die Haftzeit. Als Rarität ist daneben eine umfassende Sammlung von Reuter-Notgeld aus den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts zu sehen. Die Ausstellung ist räumlich verbunden mit dem Hauptgebäude des Museums, in dem Abteilungen zur Festungsgeschichte, Stadtgeschichte, Elbeschifffahrt und regionalen Volkskunde zu besichtigen sind. In der zukünftigen Museumsgestaltung in der Festung ist vorgesehen, die Dokumentation zu Fritz Reuter und seiner Haftzeit in dem Gebäude der ehemaligen Hauptwache auf der Festung, in dem sich auch Reuters “Zelle” befand, zu zeigen. Die Festungsanlage ist als einzige Flachlandfestung Norddeutschlands in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. lm Festungshof finden häufig kulturelle Veranstaltungen, vor allem Konzerte, statt. Die landschaftliche Lage der Stadt am Zusammenfluss von Elde und Elbe ist von besonderem Reiz und lädt zum Besuch der Umgebung der Festung ein.
Festungshof
19303 Dömitz
Te.: 038758 - 22401
E-mail: museum-doemitz@t-online.de
Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag: 9.00 - 17.00 Uhr
Samstag, Sonntag: 10.00 - 18.00 Uhr
1.November - 30. April: geöffnet bis 16.30 Uhr
Heimatstube Altentreptow

Unsere Heimatstube wurde 1995 anlässlich der 750-Jahrfeier von Altentreptow eröffnet. Sie verfügt über vier Ausstellungsräume. Diese beinhalten folgende Themenkomplexe: 1. Stadtgeschichte: Von den Anfängen bis zum 30-jährigen Krieg. Ausgestellt sind u.a. die sogenannte Goßlar-Bibel, Ofenkacheln und Modeln von Meister Hans Bermann sowie weitere Funde zur Stadtgeschichte.
2. Handwerk und Gewerbe: Die Bedeutung dieses wichtigen Erwerbszweiges wird vorgestellt und zur Veranschaulichung werden einzelne Exponate (kl. Sattlerwerkstatt etc.) integriert.
3. Fritz-Reuter-Zimmer: Da Fritz Reuter in der Zeit von 1850 - 1856 in Treptow a. Toll. gelebt und gewirkt hat, werden diese Jahre speziell wiedergegeben. 1853 erschienen die "Läuschen un Rimels" im Selbstverlag und legten den Grundstein für seinen Ruhm als Schriftsteller. Sein Wirken wird in folgenden Kategorien gewürdigt: Der Privat- und Turnlehrer. Der Publizist und Stadtverordnete. Der Schriftsteller.
4. Leben und Wohnen Anfang des 20. Jahrhunderts
Dieser vierte Raum wird auch dazu genutzt, regelmäßig Sonderausstellungen zu bestimmten Themen durchzuführen.
Holländer Gang 2
17087 Altentreptow
Telefon: 03961 - 21 47 53
Öffnungszeiten:
Dienstag 9.00 - 17.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Bei rechtzeitiger Terminabsprache
werden auch Stadtrundgänge durchgeführt.
Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen

Ihre Popularität verdankt die Stadt ohne Zweifel ihrem berühmten Sohn Fritz Reuter, der hier im Jahr 1810 geboren wurde. Das Geburtshaus, ehemals Stavenhagens Rathaus, in dem der Vater Fritz Reuters fast 40 Jahre lang als Bürgermeister arbeitete und lebte, bewahrt heute eine umfangreiche Sammlung von Reuters Handschriften, Dokumenten und Sachzeugen und eine Fachbibliothek mit etwa 15000 Bänden.
Die Gedenk- und Forschungsstätte zeigt in einer modernen literarischen Ausstellung „Fritz Reuter - Leben, Werk und Wirkung“, Entwicklung der niederdeutschen Sprache und Rezeption der Reuter-Werke bis heute.
Eine ständige Ausstellung im Haus 2 ist dem Leben und dem Werk des Malers und Illustrators Ernst Lübbert (1879 - 1915) gewidmet.
Die napoleonische Besetzung Mecklenburgs vor 200 Jahren ist das Thema der Dauerausstellung „Franzosenzeit in Mecklenburg 1806 bis 1813“ im Gewölbe des Stavenhagener Schlosses. Gezeigt werden die historischen Ereignisse, das Alltagsleben der mecklenburgischen Bevölkerung und die literarische Verarbeitung dieser Zeit, verbunden mit einer einzigartigen historischen Waffensammlung.
Markt 1
17153 Stavenhagen
Telefon: 039954 - 21072
www.Fritz-Reuter-Literaturmuseum.de
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag: 9.00 - 17.00 Uhr
Donnerstag: 9.00 - 20.00 Uhr
Wochenenden, Feiertage: 10.00 - 17.00 Uhr
Fritz Reuter- Richard Wagner- Museum Eisenach

Die zentrale Lage der kleinen Residenzstadt Eisenach, die
günstige Verkehrsanbindung und der Wunsch nach einem kunstsinnigen und liberalen Großherzogtum, dem von Sachsen- Weimar- Eisenach, ließen Reuter in Thüringen seinen Wohnsitz nehmen. Mit dem Bau seiner Villa im Helltal am Fuße der Wartburg begann in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts die Besiedlung des Eisenacher Südviertels. Fritz Reuter hat hier zusammen mit seiner Frau Luise seinen Lebensabend verbracht und starb mit 63 Jahren 1874 in seinem Haus. 1897 eröffnete das Haus als “Reuter-Wagner-Museum” mit der nach Bayreuth bedeutsamsten Wagner-Sammlung.
Die Beletage vermittelt dem Besucher noch heute die Lebens- und Wohnatmosphäre von Fritz Reuter und seiner Frau.
Das Museum besitzt Bilder von Reuters Hand, Handschriften und des Dichters Bibliothek. Im wunderschönen Ambiente des Salon finden neben der Reihe “Hausmusik bei Reuters” vor allem literarisch - musikalische Veranstaltungen statt, das Beson-dere, die Verbindung von Literatur und Musik unterstreichend. Fritz Reuter, der “Mecklenburger in Thüringen”, und seine Frau haben auf dem neuen Eisenacher Friedhof in einem klassizistischen Grabmal ihre letzte Ruhe gefunden.
Reuterweg 2
99817 Eisenach
Telefon: 03691 - 743293
Fax: 03691 - 743294
Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 11.00 bis 17.00 Uhr
Regionalmuseum Neubrandenburg - Reuter-Kabinett

Reuters erfolgreichste Schaffenszeit, in der seine bekanntesten Werke entstanden, sind die Jahre in Neubrandenburg (1856-1863). Hier hatte er auch einen großen Freundeskreis und bezog aus dem Umgang mit ihm für seine Werke ganz wesentliche Anstöße, Unterstützung und Kritik. Das Gemälde "Ick will juch vertellen" von Johann Bahr ist Ausdruck dafür.
Von den Häusern in Neubrandenburg, in denen Reuter wohnte, ist lediglich das Haus des damaligen Kaufmanns Steinlein erhalten (Stargarder Strasse Ecke Pfaffenstrasse). Am Wohnhauswechsel lässt sich der gesellschaftliche Aufstieg des Literaten gut ablesen. Im Steinlein-Haus befindet sich heute ein Reuter-Cafe.
Seit 2004 sind Informationen zu Leben und Werk Fritz Reuters, insbesondere seine Neubrandenburger Jahre, Bestandteil der stadtgeschichtlichen Ausstellung des Regionalmuseums in der Vierrademühle gegenüber vom Treptower Tor. Zu sehen ist u.a. ein Gemälde mit einem Napoleon-Porträt, welches Fritz Reuter zugesprochen wird eine Leihgabe der Fritz Reuter Gesellschaft Hinzu kommen Möbel, Dokumente und Bilder mit zeitgenössischem Bezug.
Treptower Str. 38
17033 Neubrandenburg
Telefon: 0395-5551271, Fax: 0395-5552936
E-mail: museum@neubrandenburg.de
Öffnungszeiten:
Stadtgeschichtliche Ausstellung in der Vierrademühle
Dienstag - Sonntag: 10.00 - 17.30 Uhr
Reuter heute

Fritz Reuter ist der bekannteste und noch immer meistgelesene niederdeutsche Schriftsteller. Seine Werke sind in mehreren Millionen Exemplaren erschienen. Ihre Verbreitung reicht bis nach Japan und Amerika. Früher wurden Reuters Werke in vielen Familien gelesen, sie waren im besten Sinne des Wortes volksttümlich. Auch den heutigen Leser beeindrucken das große Erzähltalent, die farbigen Menschen- und Naturschilderungen, dieDarstellung des alten Mecklenburg, die Menschlichkeit und der Humor, aber auch Reuters scharfe Kritik an den politischen und sozialen Verhältnissen seiner Zeit.
Die Literaturwissenschaft rechnet Reuter nach wie vor zu den Dichtern von nationalem Rang.
In
Reuters Werken spiegelt sich mecklenburgische Wesensart wider. Reuters Dichtung
ist für Mecklenburg-Vorpommern ein gewichtiges kulturelles Erbe, das beide,
Mecklenburg und Vorpommern, verbindet. Reuters Sprache hat das Plattdeutsch in
allen Teilen des Landes mitgeprägt. Der Umgang mit seinen Werken kann dazu
beitragen, dass das Plattdeutsch weiter lebendig erhalten wird und Interesse
auch bei jungen Menschen findet.
Lesen die Menschen heute auch nicht mehr so viel wie früher, so können sie doch Reuters Dichtung auch in den Museen begegnen. Dort sieht und erfährt der Besucher vieles anschaulich aus dem Leben und Schaffen des Dichters und begreift etwas von der Welt, in der seine Werke spielen.
Fünf Museen in Deutschland widmen sich dem Leben und dem Werk des Schriftstellers: die Heimatstube Altentreptow besonders seiner Treptower Zeit, die Festung Dömitz Reuters Festungszeit, das Regionalmuseum Neubrandenburg seinen produktivsten Jahren in der Vorderstadt, das Reuter-Wagner-Museum Eisenach den letzten Jahren, das Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen dem gesamten Leben, dem Werk und der Rezeption.