Hartlich willkamen in't
Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stemhagen
„Das alte Rathaus ist heute das Reuter-Museum,
eines der schönsten Literaturmuseen in Deutschland…“
(FAZ 12.5.2009)
„... die Straßen sind aufs beste gepflastert,
und von den Toren der Stadt aus gehen
direkte Chausseen nach Hamburg, Paris, Berlin und Sankt Petersburg...“
Na also: im Mittelpunkt der Welt sah Fritz Reuter seine
Vaterstadt Stavenhagen, und im Mittelpunkt von Stavenhagen liegt das Museum.

Ihre Popularität verdankt die Stadt Stavenhagen ohne Zweifel ihrem berühmten Sohn Fritz Reuter, dem bedeutendsten Schriftsteller niederdeutscher Sprache, der hier im Jahr 1810 geboren wurde.
Stavenhagen hat eine Reuterstraße, einen Reuterplatz, eine Reuterschule, Reuter-Apotheke ... und das Fritz-Reuter-Literaturmuseum, das Haus Nummer 1 auf dem Marktplatz.
Ehemals Stavenhagens Rathaus, in dem der Vater Reuter fast 40 Jahre lang als Bürgermeister arbeitete und lebte, bewahrt es heute eine umfangreiche Sammlung von Reuters Handschriften, Dokumenten und Sachzeugen seiner Zeit und eine Fachbibliothek mit einem Bestand von etwa 15000 Bänden. Im Jahr 2001 wurde das gesamte Haus saniert, die Räume wurden neu gestaltet und viele technische Details verändert.
Die ebenfalls im Jahr 2001 völlig erneuerte ständige Ausstellung dokumentiert anschaulich und eindringlich Höhen und Tiefen im Leben und im Schaffen des großen Mecklenburgers.
Handschriften, Gemälde von Reuters Hand, Zeitdokumente und Gegenstände aus Reuters Besitz sind in einer modernen literarischen Ausstellung zu betrachten.
Aus den vielen - zum Teil historischen - Tondokumenten kann der
Besucher auswählen, außerdem stehen fünf Stationen für Kinder - "för
mi" - und seit 2009 ein Filmkabinett mit vielen Reuter-Verfilmungen
zur Verfügung.
Ein Außenlift, auch für Rollstuhlfahrer, führt in die zweite, die Haupt-Etage.
Reuter-Freunde aus nah und fern sind gern zu Gast in dem schönen Haus, tauchen ein in die Atmosphäre norddeutschen Lebens im 19. Jahrhundert, lassen sich in Führungen, Vorträgen und Lesungen mit der mecklenburgischen Mentalität und der niederdeutschen Literatur vertraut machen und mit einer Sprache, die durch Fritz Reuter Aufmerksamkeit und Wertschätzung über die deutschen Grenzen hinaus errang.

Männigmal ok in plattdütsch, plattdeutsch, nedderdütsch, niederdeutsch finnen Sei up uns' Sied "Aktuelles" dat Allerniegste, wat grad bi uns passiert is un passieren sall. In'n Moment: Twischenbilanz un Vörbereitung för de szenische Führung: "Da bin ich die Nächste dazu" un lütte Nahlese von de Reuterfestspiele.
"Ick weit einen Eikbom" schrieb Fritz Reuter und meinte damit die niederdeutsche Sprache, die "von Pommern bet Nedderland" reicht. In der Vertonung von Wilhelm Bade ist dieses Lied ziemlich bekannt geworden. Wenn Sie einmal reinhören wollen... ♫

Der Maler und Illustrator Ernst Lübbert (1879 - 1915), der seine Schulzeit in Stavenhagen verlebte, ist seit längerer Zeit ein weiteres Thema des Museums. Ab 2005 gibt es im Haus 2 eine Ständige Ausstellung
"Ernst Lübbert- Leben und Werk".


Die Dauerausstellung "Franzosenzeit in Mecklenburg 1806 - 1813" -
Waffen, historische Ereignisse, Alltagsleben, literarische und künstlerische Rezeption, eine weitere thematische und räumliche Erweiterung des Fritz-Reuter-Literaturmuseums.

Es ist nun 200 Jahre her, dass Mecklenburg durch die Napoleonischen Truppen besetzt worden ist.
Das Schlossgewölbe, ein literarischer Ort von Reuters "Franzosentid" und ein historischer Ort der Franzosenzeit, beherbergt diese neue Exposition.
Seit Anfang des Jahres 2006 befindet sich auch die Stadtinformation auf dem Museumsgelände.
Mehr dazu auf der Seite "Touristinformation".
Ob Führung durch die Ausstellungen oder Lesung aus niederdeutscher Dichtung, ob literarische Begleitung zu den 1000jährigen Eichen von Ivenack oder Sonderveranstaltungen unterschiedlichster Genres, für viele Besucher wird etwas dabei sein, doch – und hier lassen wir Meister Reuter selbst sprechen –:
Wenn einer kümmt un tau mi seggt:
"Ick mak dat allen Minschen recht!"
Denn segg ick: "Leiwe Fründ, mit Gunst,
O, liehr’n S’ mi doch des’ swere Kunst!"