Fritz Reuter Literaturmuseum Stavenhagen

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ERSTE BESUCHER NACH DEM LOCKDOWN MIT BLUMEN EMPFANGEN

Viereinhalb Monate war das Reutermuseum in Stavenhagen geschlossen. Am ersten Tag gab es eine Überraschung. Und die nie eröffnete Ausstellung eines Seedorfers kann endlich besichtigt werden.

Ein Beitrag von Eckhard Kruse im „Nordkurier“ vom 17. März 2021.

Zur Wiedereröffnung überreichte Marit Haferkorn, stellvertretende Museumsleiterin, den ersten Besuchern einen Blumenstrauß.

Nach so langer Schließzeit war es für die Mitarbeiter des Fritz-Reuter-Literaturmuseums wie bei einer Neueröffnung. Weil es immerhin viereinhalb Monate geschlossen war, bekamen die ersten Besucher einen Blumenstrauß von Marit Haferkorn, stellvertretende Leiterin überreicht.

Das waren Ulrich Ganschow aus Stavenhagen mit seinem achtjährigen Enkel Carlo Spradau. „Er geht in Jürgenstorf zur Schule und hat dort Plattdeutsch“, sagte Ganschow. Deswegen sei er interessiert gewesen. Beide hätten sich schon länger für einen Museumsbesuch verabredet. Doch bis sie tatsächlich durch die Ausstellung über das Leben und die Literatur von Fritz Reuter streifen konnten, mussten sie wegen der Corona-Beschränkungen einige Monate warten.

„Es war höchste Zeit, dass wir wieder öffnen“, sagte auch Marit Haferkorn. Am ersten Tag fanden zwar nur vier Besucher den Weg in das Museum am Stavenhagener Markt. Doch der Besucherbetrieb müsse nach einer so langen Zeit erst wieder anlaufen, meinte sie. Ohne Touristen im Land sei das aber gar nicht so einfach. So waren die ersten Interessierten auch aus der Reuterstadt selbst. Man hofft natürlich auf mehr. Auf Busse und Touristen-PKW mit eher fremden Kennzeichen.

Die Besucher schauten sich die Dauerausstellung und auch die Sonderschau mit Ölmalerei und Zeichnungen von Peter Wall aus Seedorf am Malchiner See an. Letztere war eigentlich nie eröffnet worden, berichtete Marit Haferkorn. Denn nach dem geplanten Eröffnungstermin am 1. November musste das Museum geschlossen werden. Deswegen habe man den Termin abgesagt. Die zumeist surrealen Arbeiten des freiberuflichen Malers und Illustrators unter dem Motto „Das, was wir sehen in Zeit und Raum, ist nur ein Traum in einem Traum“ werden noch ein paar Wochen zu sehen sein. Im Museum denkt man aber schon darüber nach, wenigstens zum Abschluss der Ausstellung eine Finissage zu veranstalten.

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