Fritz Reuter Literaturmuseum Stavenhagen

WAS BLEIBET ABER … – LITERATUR IM LAND

Wanderausstellung der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) im Fritz-Reuter-Literaturmuseum über die Vielfalt der deutschen Literaturlandschaft.

„Was bleibet aber, stiften die Dichter.“ Friedrich Hölderlin schrieb diese Zeile vor über zweihundert Jahren. Mittlerweile ist sie ein geflügeltes Wort und im kulturellen Gedächtnis verankert. Nicht jeder kennt dieses Zitat, weiß, von wem es stammt oder wer Hölderlin war. Doch seine Dichtung bleibt.

Die Ausstellung Was bleibet aber ... – Literatur im Land der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten zeigt Szenarien, die vor unserer Haustür stattfinden und literarische Schauplätze, die unserer Wirklichkeit so sehr ähneln, dass sie auch heute beschrieben werden könnten: Denn ob Krieg oder Bündnis, Widerstand oder Flucht, Zensur oder Freiheit – es gibt Ereignisse, die einzelne Leben, das Land oder die ganze Welt verändern und Fragen aufwerfen, auf die Menschen vor Jahrhunderten Antworten suchten und die uns bis heute nicht loslassen.

Die Wanderausstellung ist vom 12. September bis 10. Oktober im Fritz-Reuter-Literaturmuseum zu sehen. Der Eintritt ist frei.

FELIX STILLFRIED: „DE UNVERHOFFTE ARWSCHAFT“

Die Mittwochslesungen 2021 im Fritz-Reuter-Literaturmuseum. Am 22. September um 15 Uhr liest Renate Drefahl aus Teterow.

Nach „Dürten Blanck“ (2019) und „Wedderfunn`n“ (2020) widmen sich die Mittwochslesungen 2021 erneut einer Erzählung des niederdeutschen Autors Felix Stillfried: „De unverhoffte Arwschaft“.

Die im Jahr 1898 erschienene Erzählung ist eine in Rostock angesiedelte, treue Schilderung des kleinbürgerlichen Lebens in Mecklenburg. Wie schon in „Dürten Blanck“ steht mit Anna Warncke auch in diesem Werk eine sympathische Mädchenfigur im Mittelpunkt der Handlung. Die behagliche Erzählweise und die abgewogene Mischung aus ernsten und humorvollen Partien können das Vorbild Fritz Reuters nicht leugnen. Ernst und Humor geben sich allerdings weniger gewichtig; Felix Stillfried hat als Gymnasialprofessor nicht wie Reuter an der Gesellschaft, die er in seinen Werken darstellt, gelitten.

Felix Stillfried (Pseudonym für Adolf Ferdinand Rudolf Brandt, 1851 – 1910), in Fahrbinde geboren, wuchs in Klein Rogahn auf und besuchte ab 1863 das Gymnasium Fridericianum in Schwerin. In Rostock und Leipzig studierte er Theologie und Altphiologie, wurde Hilfslehrer an der Stadtschule Rostock und Hauslehrer in Frauenmark. Anschließend war er 32 Jahre lang Gymnasiallehrer an der Großen Stadtschule Rostock. Bereits 1912 wurde in Klein Rogahn ein Denkmal mit einem vom Bildhauer Wilhelm Wandschneider geschaffenen bronzenen Relief zu Stillfrieds Ehren errichtet.

Am Mittwoch, den 22. September um 15 Uhr liest Renate Drefahl aus Teterow. Eintritt 1 Euro.

BRIEFE NACH STAVENHAGEN – WAS FRITZ REUTER SEINEM VATER SCHRIEB

Lesung mit Dr. Arnold Hückstädt am 29. September 19 Uhr im Saal des Stavenhagener Schlosses.

»Theuerster Vater, Fern sey es von mir meine Fehler durch Entschuldigungen zu beschönigen, doppelt fern sie durch Läugnen zu vergrößern. Nein! frei will ich sie gestehn und hiedurch sie Deinen Augen weniger verhaßt machen … «

Mit diesen Worten beginnt ein Brief des Gymnasiasten Fritz Reuter an seinen Vater, geschrieben am 24. März 1827 im mecklenburgischen Friedland. Mehr als 10 Jahre lang wurde der erhaltene Briefwechsel durch das angespannte Verhältnis zwischen dem angesehenen Bürgermeister von Stavenhagen Georg Johann und dem lange Zeit beruflich erfolglosen Fritz Reuter geprägt.

Letzterem fiel es schwer, mit seinem strengen Vater zu korrespondieren, der beständig mahnte, Rechenschaft über Lernfleiß und Leistungen verlangte und sich zur Empörung und Enttäuschung seines Sohnes darüber auch durch Dritte informieren ließ. Der Umstand, dass unter den dafür gewählten Zuträgern sogar Vertraute und Verwandte des Juniors waren, belastete die Vater-Sohn-Beziehung erheblich. Nichtsdestotrotz erscheint Georg Johann Reuter über lange Zeit als wichtige Bezugsperson, insbesondere während der vielen Jahre, die Fritz als politischer Häftling in preußischen Festungen verbringen musste.

Das Fritz-Reuter-Literaturmuseum lädt alle Interessierte am 29. September um 19 Uhr in den Großen Saal des Reuterstädter Schlosses zu einer Lesung mit Dr. Arnold Hückstädt zu diesem Thema ein. Eintritt 6 Euro, um Voranmeldung wird gebeten (039954 21072).

FELIX STILLFRIED: „DE UNVERHOFFTE ARWSCHAFT“

Die Mittwochslesungen 2021 im Fritz-Reuter-Literaturmuseum. Am 6. Oktober um 15 Uhr liest Dietmar Dumjahn aus Klockow.

Nach „Dürten Blanck“ (2019) und „Wedderfunn`n“ (2020) widmen sich die Mittwochslesungen 2021 erneut einer Erzählung des niederdeutschen Autors Felix Stillfried: „De unverhoffte Arwschaft“.

Die im Jahr 1898 erschienene Erzählung ist eine in Rostock angesiedelte, treue Schilderung des kleinbürgerlichen Lebens in Mecklenburg. Wie schon in „Dürten Blanck“ steht mit Anna Warncke auch in diesem Werk eine sympathische Mädchenfigur im Mittelpunkt der Handlung. Die behagliche Erzählweise und die abgewogene Mischung aus ernsten und humorvollen Partien können das Vorbild Fritz Reuters nicht leugnen. Ernst und Humor geben sich allerdings weniger gewichtig; Felix Stillfried hat als Gymnasialprofessor nicht wie Reuter an der Gesellschaft, die er in seinen Werken darstellt, gelitten.

Felix Stillfried (Pseudonym für Adolf Ferdinand Rudolf Brandt, 1851 – 1910), in Fahrbinde geboren, wuchs in Klein Rogahn auf und besuchte ab 1863 das Gymnasium Fridericianum in Schwerin. In Rostock und Leipzig studierte er Theologie und Altphiologie, wurde Hilfslehrer an der Stadtschule Rostock und Hauslehrer in Frauenmark. Anschließend war er 32 Jahre lang Gymnasiallehrer an der Großen Stadtschule Rostock. Bereits 1912 wurde in Klein Rogahn ein Denkmal mit einem vom Bildhauer Wilhelm Wandschneider geschaffenen bronzenen Relief zu Stillfrieds Ehren errichtet.

Am Mittwoch, den 6. Oktober um 15 Uhr liest Dietmar Dumjahn aus Klockow. Eintritt 1 Euro.

E.T.A. HOFFMANN – EIN LEBENSBILD IN ANEKDOTEN

Das Fritz-Reuter-Literaturmuseum lädt am 8. Oktober um 19 Uhr zu einer Autorenlesung mit Bernd Hesse und Jörg Petzel in den Saal des Stavenhagener Schlosses ein. Eintritt 8 Euro.

Der Zwerg Zinnober, das Fräulein Scuderi, der Mönch Medardus, der sprechende und schriftstellernde Kater Murr – bunt ist die Palette der Hoffmanschen Figuren, der zarten oder garstigen Märchengestalten, der Doppelgänger, Träumer, verschrobenen Gelehrten und hoffnungsvoll Liebenden. Sie faszinieren die Leser immer wieder, lassen in die feinsten Verästelungen der Seele, ins Unterbewusste, in phantastische Welten blicken. Die Fäden, die sich zwischen diesen Figuren und dem Leben des Bamberger Kapellmeisters und Berliner Kammergerichtsrats spinnen, nehmen die Autoren in den Anekdoten auf, um die Frage zu beantworten, wer war dieser einzigartige Dichter E.T.A. Hoffmann? Fündig werden sie auch in den Geschichten, die sich um seine Person ranken, sie folgen ihm in die Dichterkreise der Romantik, denen er angehörte, ans Dirigentenpult, ans Zeichenbrett, zum Punsch in seine Wohnung am Gendarmenmarkt und selbstverständlich auch zum Stammtisch bei Lutter & Wegner. Die Anekdotensammlung möchte im Umfeld der Publikationen, die zum 200. Todestag E.T.A. Hoffmanns im Juni 2022 erscheinen, den interessierten Lesern einen speziellen, so faktentreuen wie amüsanten Blick auf seine Biografie anbieten.
 

FELIX STILLFRIED: „DE UNVERHOFFTE ARWSCHAFT“

Finale der Mittwochslesungen 2021 des Fritz-Reuter-Literaturmuseums im Rahmen des Schlösserherbstes am 20. Oktober um 15 Uhr im Saal des Schlosses Stavenhagen. Es liest Dr. Cornelia Nenz aus Neustrelitz. Eintritt 5 Euro (incl. einer Tasse Kaffee).

Nach „Dürten Blanck“ (2019) und „Wedderfunn`n“ (2020) widmen sich die Mittwochslesungen 2021 erneut einer Erzählung des niederdeutschen Autors Felix Stillfried: „De unverhoffte Arwschaft“.

Die im Jahr 1898 erschienene Erzählung ist eine in Rostock angesiedelte, treue Schilderung des kleinbürgerlichen Lebens in Mecklenburg. Wie schon in „Dürten Blanck“ steht mit Anna Warncke auch in diesem Werk eine sympathische Mädchenfigur im Mittelpunkt der Handlung. Die behagliche Erzählweise und die abgewogene Mischung aus ernsten und humorvollen Partien können das Vorbild Fritz Reuters nicht leugnen. Ernst und Humor geben sich allerdings weniger gewichtig; Felix Stillfried hat als Gymnasialprofessor nicht wie Reuter an der Gesellschaft, die er in seinen Werken darstellt, gelitten.

Felix Stillfried (Pseudonym für Adolf Ferdinand Rudolf Brandt, 1851 – 1910), in Fahrbinde geboren, wuchs in Klein Rogahn auf und besuchte ab 1863 das Gymnasium Fridericianum in Schwerin. In Rostock und Leipzig studierte er Theologie und Altphiologie, wurde Hilfslehrer an der Stadtschule Rostock und Hauslehrer in Frauenmark. Anschließend war er 32 Jahre lang Gymnasiallehrer an der Großen Stadtschule Rostock. Bereits 1912 wurde in Klein Rogahn ein Denkmal mit einem vom Bildhauer Wilhelm Wandschneider geschaffenen bronzenen Relief zu Stillfrieds Ehren errichtet.

Am Mittwoch, den 20. Oktober um 15 Uhr liest Dr. Cornelia Nenz aus Neustrelitz. Eintritt 5 Euro (incl. 1 Tasse Kaffee).

Öffnungszeiten

April - Oktober:
täglich 10 bis 17 Uhr

November - März:
Di-So 10 bis 17 Uhr

letzter Einlass:
16.45 Uhr

Führungen nach Vereinbarung

Eintrittspreise
Spezielle Angebote